Ich bin büchergeil, und ich find' Bücher geil. Abgesehen davon ist Lesen so ziemlich die einzige Beschäftigung meines Hirns, die
Denn: Besitzen mußte ich meine Bücher nach der Bibliotheksphase, ganz dringend. Aus unerfindlichen Gründen verspüre ich heute kaltes Grausen bei der Vorstellung, ein gelesenes Buch nicht in meinem Regal zu sehen - es sei denn, ich fand' es furchtbar. Dann darf es gern weiterverkauft oder verschenkt werden. Es geht mir ja eben nicht um repräsentative Gesichtspunkte [mein Haus, mein Auto, meine Bibliothek ;)], sondern um den 'ganz vielleicht noch mal irgendwann wieder lesen können'-Aspekt. Und um liebevolles im Vorbeigehen den Buchrücken mit den Augen streicheln. :)
Leider gibt es aber nun andauernd viele [Unmengen!] neue gute Bücher, und da sind wir auch schon bei der Überschrift angelangt: Wo kaufe ich mir diese neuen, also eben nicht aus zweiter Hand erhältlichen, aber leider doch superduper-haben-wollen Bücher? Also, so als 'guter Mensch', der ich sein möchte, meine ich.
Bis heute dachte ich nämlich irgendwie, das müßte 'man' in den urigen kleinen alten 'echten' Buchhandlungen machen. Unterstützt das Handwerk und den Einzelhandel usw. etc. pp., geht niemals zu Thalia, und wenn, dann nur zum Gucken, verteufelt amazon für all die guten Sachen [sic] und den schnellen Versand, die Tradition muß gewahrt werden. Auch, wenn Tradition bedeutet, daß ich beinahe sämtliche Vorteile der heutigen Zeit wie Riesenauswahl, superfixen Versand direkt in den Postkasten und ungestörtes Stöbern [!] nicht nutzen kann?!
Heute habe ich mir endlich das 'Nein.' erlaubt.
Ich bin grundsätzlich eine, die gern den Einzelhandel unterstützt. Ich liebe Haushaltswarenhäuser im alten Stil und kaufe häufig in echten Papierwaren- und Bürogeschäften. Aber das gilt. Nicht. Bei. Büchern. Ich WILL in Ruhe und OHNE kompetente Verkäufer nach Büchern gucken. Ich kann mich ehrlich gar nicht erinnern, wann [ob!] ich überhaupt jemals eine Beratung beim Bücherkauf brauchte/wollte/bekam. Bei Büchern bin ich nämlich selbst sehr kompetent - zumindest, was meinen eigenen Geschmack und die Neuheiten und Schätze in den für mich interessanten [also fast allen ^^] Gebieten sind. Ich WILL 'alle' Bücher zum Anfassen vor mir haben, nicht nur eine Auswahl auf 1oo m², 'den Rest können wir ja innerhalb eines Tages bestellen'. Und falls ich mal Inspiration brauche, suche ich selbst im Internet danach - da bin ich nämlich besser. Und schneller.
Bei allem Respekt [und eventuell sogar wie Gunter Dueck auf der re:publica über verschwindende Berufe sprach... ]:
Was bleibt mir anderes übrig, als bei
PS: Lange keinen Artikel mehr so spontan und ungehemmt in die Tasten gehackt. Dabei macht das doch solchen Spaß!1elf



18 Kommentare:
Ah, endlich jemand, der auch noch gerne gelesene und irgendwann mal ausgeliehene Bücher für das "wenn" besitzen will =)
Ebay und amazon sind wahrlich eine Bereicherung.
Ich streune noch gerne durch die Buchhandlungen, besehe mir neue Bücher und schaue mir sachen an, auf die ich bisher noch nicht gestoßen bin. Aber abgesehen von den "ich will es jetzt gleich sofort" haben Büchern bestelle ich inzwischen nur noch bei amazon.
Ich kann auch noch medimops.de empfehlen. Die sind zwar gebraucht... aber denen die ich gekauft habe... hat man das nicht angesehen... generell ist die Seite aber auch einfach nur scheiße... gemein :D
Ich habe auch eine schlimme Buchmacke und find es richtig toll, dass es noch mehr gibt, die ihre Bücher kaufen (müssen). Manchmal kommt man sich ja doch dämlich vor bei all den Bibliothekskunden...
Ich kaufe sehr viel bei Amazon, kaufe Thalia und Hugendubel leer, kann das aber auch beim örtlichen Buchhändler. Die lassen einen total in Ruhe und es gibt da tatsächlich Bücher zu finden, die es wo anders nicht gibt. Wenn ich etwas Bestimmtes will, bestell ich es logischerweise, ich will´s ja gleich haben ;o) "Meine" Buchhandlung bloggt übrigens auch, da ist es ja irgendwie Ehrensache, da was zu kaufen :D
mir ging es hauptsächlich darum, rauszustellen, daß ich es völlig ok finde, bei thalia zu kaufen. ist wohl nicht so rumgekommen.
Citara, ich streune auch gern durch buchhandlungen. :)
svü, medimops find' ich nicht so gut auf den ersten eindruck - trotzdem danke für den tipp!
Dompteuse, bloggende buchhandlung klingt cool :D!
Bin leider nicht zuhause, aber ich schätze der Topf hat ca. einen Durchmesser von 20 - 25 cm :-)
oh danke, dann gibt es morgen topfbrot... :). schönes nicht-zu-hause-sein noch!
leise kicher ;-)
alles liebe und hab einen schönen sonntag, katerwolf
:) wie soll ich das kichern verstehen? hoffentlich wohlwollend?! ;) dir auch noch'n schönen tag!
Amazon kassiert von den Verlagen pro verkauftem Buch 55 %. Den Rest dürfen sich aufteilen der Verlag, der Übersetzer, der Autor, die Druckerei, der Layouter...
Bei Bestsellern rechnet es sich, bei Kleinstauflagen mit abseitigen Themen nicht.
55 % nur für das Verticken.
Zum Vergleich: Der Buchhändler erhält 30 %. (Beispiel gilt für Taschenbuch)
ok, ich werde das nachher groß als nachtrag über den artikel schreiben: ich meinte - für mich - in diesem artikel hauptsächlich meine reinwaschung bzgl. thalia, nicht amazon. deswegen ist amazon auch von anfang an bereits durchgestrichen gewesen. aber/und du hast recht, es gibt bei diesem thema viele problematiken, die ich einfach nicht erwähnt habe [siehe auch ps]! die drückermethoden von thalia sind auch nicht so meins, z.b.
bei amazon nutze ich fast nur den marketplace und kaufe da superselten neue bücher.
Ich wollte das nur erwähnen, damit man sich dessen mal bewusst ist:
Der Autor bekommt vielleicht 10 % des Verkaufspreises dafür, dass er ein Buch schreibt. Und eine Verkaufsplattform mehr als die Hälfte. Was für eine Welt.
Für die antiquarische Suche gibt es noch, neben ebay und sehr lohnenswert:
zvab.com
abebooks.de
Da stellen die Antiquariate online, was sie im Sortiment haben.
die beiden webseiten kannte ich schon und nutze ich auch :), danke. besonders das zvab find' ich super, gerade für noten!
(Hallo mal wieder... ^^)
Thalia nutze ich auch gern zum Stöbern - allerdings gibt's für meine Bedürfnisse teilweise bessere (auch relativ große) Buchgeschäfte hier in Wien, z.B. eines mit einer seeehr guten Auswahl an fremdsprachiger Literatur, wo ich derzeit immer anbetend vor dem Regal mit den Spanisch-für-Leute-die-die-Sprache-erst-lernen-Büchern stehe. *.*
Gerade für englischsprachige Bücher nutze ich allerdings auch Amazon sehr häufig, weil gerade Klassiker dort oft unschlagbar günstig sind (v.a. wohl deshalb, weil es manche günstige Editionen, z.B. Dover Thrift, hierzulande gar nicht in Buchgeschäften gibt). Nach dem, was ich in den Kommentaren oben über Amazons "Mitschneiden" gelesen habe, bin ich jetzt wenigstens froh, dass ich dort hauptsächlich Bücher kaufe, wo sich die Frage nach Tantiemen so und so nicht mehr stellt...
hallo again :)!
ah, ja, genau - das fremdsprachige [für mich=englische ;)] angebot der thalia ist hier für mich auch ziemlich bedeutsam/praktisch.
Lustig, ich hab ja für mich vor einer Weile den Entschluss getroffen, eben das nicht mehr zu machen und (neue Bücher) lieber bei den Kleinen zu kaufen. Da gibt es ja ohnehin nur die für jeden einzelnen individuell richtige Lösung/Antwort.
Aber beim Bücher besitzen müssen - da sind wir uns einig. :)
:) jau! [ich wollte das ja quasi auch immer beschließen, dagegen spricht aber folgendes problem: hier gibt es exakt eine 'normale', kleine buchhandlung - und die ist richtig klein und ein paradies für leute, die nicht wissen, welches buch sie wollen und die bedient werden wollen. also leider nicht für mich.]
Ist hier leider ebenso. Aber da ich ohnehin fast ausschließlich gebrauchte Bücher kaufe und neue nur dann, wenn ich ein ganz bestimmtes unbedingt sofort haben will, ist das ok für mich. Zum Stöbern fühle ich mich da allerdings nicht so wohl und die haben auch nur wenig Auswahl. Ich muss unbedingt mal fahnden, was es sonst noch an kleinen Buchhandlungen in der Nähe gibt.
bei mir leider tatsächlich nix annehmbares im umkreis von 3o-50km. und das isses mir nicht wert.
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