30. November 2009

[m]eine karriere

schon seit ziemlich langer zeit mache ich mir über meine berufliche laufbahn und das, was ich da so möchte, gedanken. jetzt schreibe ich darüber einen post. krass. und vielleicht schaff' ich's ja, daß's sich sogar witzig liest... ? :)

niemand hat 'nen plan. ich auch nicht. schon gar nicht hatte ich einen, als ich noch in der schule war. meine lieblingsfächer waren mathe, englisch, deutsch, musik und somit war ich prädestiniert, hm-hm-hm zu werden. ja genau, hm-hm-hm. keiner wußte genaues, am wenigsten ich selbst. bäcker? friseur? bankkauffrau? alles bäh für mich. und so ging's weiter, ich war sogar im BIZ und habe mir die ordner-rücken mit berufsbezeichnungen angesehen auf der suche nach ideen ^^. allesnix.

aus 'mangel an alternativen' ^^ studierte ich dann mein ober-lieblingsfach, in dem ich allerdings im abi auch nur 5 punkte hatte: mathe. mit dem riesigen hintertürchen im kopf: damit kannste alles machen. erst nebenfach bio, wegen interesse und so. das zoologiepraktikum [sezieren von wurm, muschel, fisch und krönung: ratte!] war ubercool, ließ sich aber nicht so gut mit mathematik und logik verbinden :P. also schnell zur informatik übergelaufen. die hatten auch viel weniger frauen da, war spannender ;).

nunja, dann praktikum über zufällig-einen-vortrag-hören über das jetzige arbeitgeber-institut, dort auch diplom-arbeit und heute bin ich eben wissenschaftliche angestellte, ebenda. von planung eigentlich immer noch keine spur. trotzdem bin ich relativ zufrieden und auch davon überzeugt, daß ich auf jeden fall in den nächsten zwei bis vier jahren noch eine menge lernen kann. ob ich das aber mein leben lang machen will [nein!], ist allerdings 'ne ganz andere frage...

hierarchische strukturen existieren eigentlich so gut wie gar nicht. es gibt gruppenleiter und abteilungsleiter, beide positionen für mich [in meinem alter und nach berücksichtigung sowohl des alters der beiden als auch deren lebenssituationen] nicht erreichbar, schon gar nicht innerhalb der vier jahre. ich weiß aber tatsächlich immerhin, daß ich nicht mein leben lang programmieren oder mathematisieren möchte, schon gar nicht allzu theoretisch!!

was also bedeutet karriere für mich?
ich will grundsätzlich lieber ein bißchen weniger 'arbeiten' und dafür mehr organisieren. ich möchte lieber leute zusammenhalten; aufgaben [geschickt!] zu verteilen liegt mir schon heute mehr, als kleinKlein daran rumzufrickeln. ich will keine 50- oder 60-stunden-woche, ich brauche auch kein super-gehalt. alles, was ich da will, bewegt sich im relativ bescheidenen rahmen des nicht-beim-einkaufen-nach-jedem-geldstück-schielens bis hin zu sich-problemlos-1-2-urlaube-im-jahr-gönnen-können. mehrBraucht'seNich, allerdings gern auch privat persönliche weiterbildung. dazu noch viel kommunikation mit kunden und/oder kollegen [nichts ist schlimmer, als in einer denkzelle zu versauern!] sowie möglichst kein rein geisteswissenschaftliches umfeld [sorry!] ;).

[übrigens: karriere als profi-geigerin bzw. dann wenigstens konzertmeisterin von einem berühmten orchester würde fast alles das erfüllen - hätte aber den nachteil, daß ich ständig üben und nochmal schnell musik studieren müßte... ;)]

auf der karrierebibel gibt es noch einige definitionen von karriere sowie zitate zum thema - lohnt sich, da mal drüberzufliegen. schließlich erleichtert eine [für sich selbst] saubere definition der wünsche, vorhaben und ziele nicht nur dem mathematiker das leben..... :)

tja - und wie seht ihr das? geldGeldGeld oder macht und ruhm und ehre oder eher so wenig zeit wie möglich investieren oder ehrenamtlich arbeiten... ? ich bin gespannt!

ps: du hast etwas 'im griff' bekommen. nein, so nicht - es heißt: etwas IN den griff bekommen, meinetwegen verkürzt zu in'n griff bekommen. merk' dir das [, kollege X]!

11 Kommentare:

SteffenB hat gesagt…

Neulich fragte mich jemand: " Was machste, wenn in 40 Jahren der Film über dein Leben vor dir abläuft und das Spannendste sind die Werbeunterbrechungen?"
Gruselige Vorstellung.

Das Leben will als Gesamtkunstwerk gestaltet werden. Eine Fixierung auf Job und Einkommen ist m.E. nicht sinngebend.
Wenn du mit 4 Tagen genug Geld verdienst, um Miete und Dinge zu bezahlen und du den Rest deiner Zeit mit anderen wichtigen Komponenten füllen kannst ist das doch cool. Man darf ja vor lauter Arbeit nicht vergessen erfolgreich zu sein. Und das hat nicht wirklich was mit Geld zu tun.

Pottkieker hat gesagt…

Mahte?? Bio?? oh je.. Böhmische Dörfer.. Deshalb Musike... da bin ich mittlerweile aber heilfroh, den Arbeitgeber zu haben, den ich habe. Weil ich zumindest im Ansatz weiß, was es heißt, draußen davon zu leben.. Ansonsten find ich das gut so. Und Erfolg läßt sich in der Tat nur bedingt am Kontostand ablesen, das gefällt mir :)

rebhuhn hat gesagt…

@SteffenB
in der tat gruselig! obwohl mein bisheriges leben diese vermutung nicht unbedingt unterstützt :). und ich sehe 'erfolgreich sein' auch eher so, daß ich in meinem kleinen dunstkreis die dinge [ganz insgesamt] verbessern möchte.

@Pottkieker
kannst/möchtest du deinen arbeitgeber mal etwas spezifizieren? bin noch nicht ganz so informiert, was du genau machst... [oder ich habe deine worte dazu fehl-/zu wenig interpretiert ^^].

Miss Carrie hat gesagt…

"Und, was willst du mal werden, wenn du erwachsen bist?" - "Ich bin erwachsen." - "Und was bist du gerade?" - "Studentin." - "Und was willst du danach sein?" - "Studentin."

Also, Karriere? Ich? Hahahaha... Nein, im Ernst, ich habe keine Ahnung, was ich mal machen will. Das heißt, ich kann dir genau sagen, was ich nicht will, aber das hilft mir meistens auch nicht weiter. Ansonsten will ich, glaube ich, so ziemlich das Gleiche wie du: Einen Job, der keinen Brechreiz auslöst, und mit dem man sich ganz gut ernähren kann. Und Liebe. Und Weltfrieden. Das wäre es dann schon.

rebhuhn hat gesagt…

@Miss Carrie
hm-hm-hm... das problem ist, daß ich [leider?] mehr will als nicht-brechreiz. kam vielleicht nicht ganz rüber :). ich möchte in meinen augen gut sein und trotzdem auch andere sachen [gut] machen. sch*iße, immer diese erwartungshaltungen... ^^

fabs hat gesagt…

Okay. Ich wusste auch nie so genau was ich wollte. Habe aber dennoch einen Job, der mir Spaß macht. Nur ewig will ich das auch nicht machen. Grundsätzlich sehe ich das in Sachen Geld ähnlich. Nicht immer aufs Geld schielen müssen, aber ich habe nicht vor mich mit einem Job kaputtzumachen, nur weil es mit der Kohle da besser aussehen würde....

rebhuhn hat gesagt…

:) ich find's cool, wenn es mit dem 'spaß' anscheinend auch ohne große planung klappt!

Mary Malloy hat gesagt…

Klingt für mich nach einer freiberuflichen Beratertätigkeit. So.

rebhuhn hat gesagt…

@Mary
meinst du? hm... ich glaube nicht, daß freiberuflich arbeiten etwas für mich ist. beraten generell schon, da ist nur noch nicht klar, bei was ;). grundsätzlich ist mir aber schon klar, daß ich aus dem, was ich mache, einen weg heraus finden muß, um das machen zu können, was ich möchte. trotzdem bleibe ich noch mindestens 2 jahre am institut - da lern' ich einfach noch zu viel ;)!

Mary Malloy hat gesagt…

Auf die Freiberuflichkeit kam ich wegen deines Wunsches nach freier Zeiteinteilung, das hast du als fest angestellter Mitarbeiter nun mal selten (und schon gar nicht als Berater).

rebhuhn hat gesagt…

@Mary
ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo ich 'freie zeiteinteilung' gesagt habe... ? ich möchte das gar nicht unbedingt, ich brauche etwas druck ;) - ich will eben nur nicht jeden tag 10 std. arbeiten müssen.