8. Juli 2007

ich werde kriminell.

das ist 1. einfach, bringt 2. schnell mal geld ein und scheint 3. niemanden zu stören.

verwirrend? ok, von vorn.

- mönsch kleine, warum weinst du denn so... ?!
- ich hab meinen rollerschlüssel verloren ^^..... *schnief
- na, dann geh erstmal nach hause, da hast du doch bestimmt einen ersatzschlüssel!
- ja.
- also, alles halb so wild.
- !!nein. ich komme doch nicht rein, weil mein hausschlüssel im roller eingeschlossen ist!!
(man bemerke die 'doppelt hält besser'-situation: damit der hausschlüssel nicht abhanden kommt, wird er im roller gelassen. nach verlust des rollerschlüssels dann einen hausschlüssel im roller und einen rollerschlüssel im haus. und: es ist sonntag.)

die kleine heult noch ein bißchen, versucht dann mit telefonaten aus der ortsansässigen tanzschule (in der sie zum glück! bekannt ist) auf legalem wege den wohnungsersatzschlüssel zu organisieren, was erschwert wird durch einen leeren handy-akku --> keine telenummern zur hand. nach 1h zeter und mordio also die (noch überaus legale) TAT:
der gang zur polizei. die lacht die kleine erstmal aus - in person von ca. 6 gelangweilten (es ist sonntag abend!) polizisten und rät zum aufbruch mittels schraubenzieher; 'mehr macht der schlüsseldienst auch nicht, und kaputt ist das schloß dann trotzdem - allerdings für viel geld!'.

--> tanzschule
--> schraubenzieher
--> roller
--> wohlwollend!! blickende passanten
3.5 (!!!) minuten später:
rollerfach auf, jacke raus, helm raus, nächster bus nach hause.

gelernt ham wa:
1. NIE WIEDER wertsachen im roller,
2. das bürgerliche auge wacht nirgendwo,
3. die polizei, kein freund und helfer,
4. kriminalität ist einfach - eine geige nebendran und lange haare sowie offensichtlicher spaß an der sache machen unsichtbar,
5. die moral: geschichten, die beim erzählen in der runde bereits am nächsten tag lustig klingen, können im entscheidenden, aktuellen moment innerlich zerfleischen.

SKOL.

4 Kommentare:

madove hat gesagt…

Das ging mir mal ganz ähnlich: Ich habe meinen (einzigen) Fahrradschlüssel verloren. Nach längerem Hin und Her, das ich hier ausspare, habe ich dann zwei Streifenpolizisten gebeten, mir das Schloß aufzubrechen, die hatten so einen tollen dicken Seitenschneider.
Ja, sie haben auch blöde Witze gemacht, und nein, sie wollten meinen Beweis, daß das Fahrrad mir gehört, nicht sehen (ich war vorher extra heimgelaufen und hatte den Schlüssel fürs kleine (und offene) Speichenschloss geholt, um das zu belegen)

Man bekommt wirklich Lust, eine Fahrradklau-Bande aufzumachen, die sich die Fahrrader ausschließlich von der Polizei knacken läßt. Wahrscheinlich hilft es, wenn die Bandenmitglieder junge Frauen sind, aber egal.

rebhuhn hat gesagt…

also, bei mir mußte ich das leider ganz allein machen - die haben mir überhaupt nicht geholfen, was ich auch ziemlich assig fand'. wir können uns ja mal in 'ner großstadt treffen und die bezirke abgrasen ^^... macht echt schlechte laune, wenn man länger drüber nachdenkt.

Boris hat gesagt…

seid ihr zu unfähig schlösser zu knacken und glaubt die polizisten helfen mit einem abrakadabra? oder wollen eine urkunde?! ihr seid realitätsfremd :p
das bürgerliche auge ist auch übrigens, einfach freundlich den nächsten südeuropäer bitten (nein, die Jungs sind nicht kriminell, sondern praktisch und freundlich)

rebhuhn hat gesagt…

ich hatte mich über die haltung der polizisten geärgert - die waren grundsätzlich ablehnend, mich belächelnd und unverschämt.